Startseite | Impressum
Best Practice Technologietransfer

11/30/14

Innovatives Leichtgewicht auf Schienen: Ausgezeichnetes Schienenprüfsystem WPG NT aus dem Industrielabor „Funktionsoptimierter Leichtbau“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Jetzt im Einsatz: das ausgezeichnete Schienenprüfsystem WPG NT. Entwickelt wurde es in einer Kooperation zwischen der Firma „Prüftechnik Linke & Rühe GmbH“ Magdeburg (PLR) und dem
Industrielabor „Funktionsoptimierter Leichtbau“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Schienen tragen wechselnde, schwere Lasten und Geschwindigkeiten. Sie verteilen Druck- und Zugkräfte wie Kipp- und Biegemomente horizontal und vertikal weiter. Schienen werden also sehr stark beansprucht und sind zugleich ein fundamentaler Träger unserer mobilen Gesellschaft.

Für solche Schienen entwickelten die Ingenieure des Industrielabors „Funktionsoptimierter Leichtbau“ gemeinsam mit ihrem Industriepartner, der „Prüftechnik Linke & Rühe GmbH“ Magdeburg (PLR) ein Prüfsystem, das sehr beweglich und transportabel ist.

Draisine für den Kofferraum

Das Besondere dieses Schienenprüfsystems ist der durchdachte Leichtbau, der Masse- und Kostenersparnis bei verbesserter Funktionalität und Handhabung ermöglicht. Es ist als einziges System auf dem Markt weichengängig und kann Spurweitenänderungen von bis zu 7,5 cm ausgleichen sowie zwei Schienen gleichzeitig prüfen. Eine kleine Draisine trägt die softwaregestützte Untersuchungsanordnung, mit deren Hilfe sich Fehler im Schienenmaterial lokalisieren und bestimmen lassen. Die Schienenprüfung des WPG NT funktioniert mittels Wirbelstromtechnologie, ein zerstörungsfreies Untersuchungsverfahren, das schnell und flexibel arbeiten kann. Das gesamte Gerät wiegt dabei weniger als 25kg und passt in einen Pkw-Kofferraum.

Eine ausgezeichnete Zusammenarbeit

Die Kooperationspartner sind für diese Innovationsleistung inzwischen mehrfach ausgezeichnet worden. Erst im November 2014 erhielten sie Dank und Anerkennung des Oberbürgermeisters der Stadt Magdeburg für die erfolgreiche Zusammenarbeit und damit Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Magdeburg. Zuvor war das Projekt unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Häberle mit dem Hugo-Junkers-Innovationspreis geehrt worden.


KATalysiert

 

Das Industrielabor „Funktionsoptimierter Leichtbau“ wurde seit 2008 mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Kooperation mit dem KAT aufgebaut. Ziel ist es, Unternehmen der Region, insbesondere KMU, den Zugang zu innovativen Leichtbau-Technologien zu ermöglichen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Der Wissens- und Technologietransfer findet auf mehreren Ebenen statt: von der individuellen Beratung über innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung bis hin zu kooperativen Forschungsprojekten.

Die Kernkompetenzen des Industrielabors liegen in den Gebieten der Faser-Kunststoffverbunde (FKV), der Klebtechnik und des Leichtbaus. Sie sind Querschnittsthemen, die in zahlreichen Branchen Anknüpfungspunkte finden.