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Partnerbörse für aktive Unternehmen: Das neue Innovationsportal Sachsen-Anhalt

Dr. Sylvia Springer ist Leiterin des Technologie-Transfer-Zentrums an der Uni Magdeburg

Seit Anfang November gibt es einen neuen Online-Dienst für forschungsinteressierte Unternehmen. Das Innovationsportal Sachsen-Anhalt bietet vielseitige und zugleich gut sortierte Informationen zur sachsen-anhaltischen Forschungslandschaft und zu konkreten Ansprechpartnern. Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft wurde es im Team von Dr. Sylvia Springer konzipiert und umgesetzt. Wir sprachen mit Frau Dr. Springer. 

An wen richtet sich das Innovationsportal?

Das Innovationsportal soll vor allem Unternehmen in Mitteldeutschland ansprechen. Sie können erfahren, dass wir in Sachsen-Anhalt eine aktive und vielseitige Forschungslandschaft haben. Selbstverständlich sind wir deutschlandweit und international auffindbar und unterstützen diese Reichweite. Das Innovationsportal nutzt die Daten des viel komplexeren Forschungsportals und bereitet sie für Unternehmer auf, die vielleicht nicht immer genau wissen, nach welchem Förderinstrument oder Forschungsbereich sie suchen müssen. Damit haben wir hier eine neugestaltete Sicht auf die Daten der Wissenschaft für die  Wirtschaft. 

Warum reichen nicht die anderen regionalen Portale wie Forschungsportal oder Expertenportale der Universitäten und Hochschulen aus?

Unser Auftrag bestand darin, die Informationen für Unternehmerbedürfnisse aufzubereiten und greifbarer darzustellen. Das Forschungsportal ist wissenschaftlich ausgerichtet, mit einer Vielzahl von Informationen und Publikationen mit denen ein forschungsinteressiertes Unternehmen vielleicht nichts anfangen kann. Auf dem Innovationsportal finden sich die relevanten Informationen zu wissenschaftlichen Ansprechpartnern über eine optimierte Suchfunktion. Auch haben wir beispielsweise dem Thema Schutzrechte einen breiteren Raum gegeben, sodass man sich recht einfach über Patente an Hochschulen informieren kann. Obwohl also die Daten des Forschungsportals genutzt werden, sind sie schlanker und fokussierter dargestellt.

Wer kann sich eintragen und wie läuft eine solche Eintragung ab?

Alle Eintragungen und Änderungen erfolgen über das Forschungsportal und laufen dann in das Innovationsportal. Auf diese Weise können sich auch mögliche Kooperationspartner der Wirtschaft und andere forschungsinteressierte Betriebe eintragen. 

Welche Funktionalitäten des Innovationsportals würden Sie hervorheben?

Das Innovationsportal bildet die regionale Innovationsstrategie (RIS) des Landes Sachsen-Anhalt in einer innovativen Forschungslandschaft ab und erlaubt so den thematischen Einstieg für Unternehmen. Ergebnisse der verschiedenen Suchabfragen werden priorisiert und komfortabel gefiltert. So können neben Forschungsthemen bspw. auch innovative Technologien aufgefunden werden. Sucht also ein Unternehmer spezielle Forschungsgeräte, wie einen Laser in der Umgebung von Halle, kann er diesen über eine Umkreissuche schnell finden. Diese Handhabung ist sehr unternehmerfreundlich gestaltet und programmiert.