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Best Practice Wissenstransfer

12/15/15

Wissensmacht: Hochschule Harz und Materna GmbH forschen erneut zu öffentlichen Verwaltungen

Erforscht die Modernisierung öffentlicher Verwaltungen: Prof. Jürgen Stember
Hochschule Harz, Prof. Jürgen Stember

Zwei Partner mit einem Interesse: Seit 2008 ergründen die Hochschule Harz und das Informations- und Kommunikationstechnologieunternehmen Materna GmbH in gemeinsamen Befragungen die Arbeitsweise öffentlicher Verwaltungen. Mit einer neuen Studie sichern sie sich das Wissen über den aktuellen Einsatz und die Wirkungen von E-Government in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Forschung für die  öffentliche Verwaltung

Zu einer ersten Begegnung kam es zufällig. „Wir haben uns auf einer Messe getroffen und uns dann recht schnell über die EG-Dienstleistungsrichtlinie aus dem Jahr 2006 unterhalten“, erzählt Prof. Jürgen Stember, Dekan des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften an der Hochschule Harz. Seit seinem Ruf an die Hochschule 1999 gilt sein Forschungsinteresse in erster Linie der Modernisierung von Verwaltungen. „Auch Materna wollte wissen, wie Behörden eine der folgenreichsten Reformen umsetzen“, so Prof. Stember über den unter anderem auf öffentliche Verwaltungen spezialisierten IT-Dienstleister mit Sitz in Dortmund.

E-Government im Fokus

Aus diesem gemeinsamen Interesse sind seit 2008 mehrere Studien zur Umsetzung der sogenannten EG-DLR sowie das Forschungsprojekt OptimUSE zur aktiven Begleitung von verschiedenen Städten hervorgegangen. Aktuell geht es der Hochschule und Materna in einer Online-Befragung speziell um den Einsatz und die Wirkungen von Informationstechnologien. Wer ist in Ihrer Verwaltung für das E-Government verantwortlich? Welche Technologien werden bereits eingesetzt? Welche Wirkungen haben diese und wie werden sie gemessen? Zur Beantwortung waren im Oktober und November 2015 über 800 Kommunal- und Landesbehörden aus Deutschland, Schweiz und Österreich eingeladen.

Hochschule Harz und Materna auf Augenhöhe

Die Aufgaben teilten sich Hochschule und Materna je nach Kompetenz und Kapazität, festgelegt in einer Kooperationsvereinbarung: Die Harzer Wissenschaftler bereiteten das Thema mit Unterstützung von Forscherkollegen aus Bern und Kärnten zu einer entsprechenden Befragung auf und werden die Ergebnisse in Texten und Grafiken auswerten. Der Unternehmenspartner steuerte Praxiswissen bei der Gestaltung des Fragebogens und der Aufbereitung von Handlungsempfehlungen bei, lieferte validierte Adressen, kümmert sich um die Erstellung der Studie und Webseite. Ihren Wissensschatz geben Materna und Hochschule Harz in Form einer kostenfreien Broschüre weiter.

Wissen bewahrt vor Fehlern

„Hürden können wir nicht erkennen, im Gegenteil: für die Wissenschaft wird die Ausrichtung an der Praxis immer wichtiger und wir als IT-Unternehmen müssen und wollen Antworten finden auf die Fragen, die unsere Kunden bewegen“, sagt Olav Neveling, Vice President Sales in der Business Line Government, auch mit Blick auf andere Hochschulkooperationen. Materna lebt von dem Verkauf von Dienstleistungen rund um die Informationstechnologie. Das Wissen aus den Studien liefert dem IT-Dienstleister mit europaweit 1600 Angestellten wichtige Informationen, so dass Produkte nicht an verantwortlichen Personen und Bedürfnissen vorbei entwickelt werden. Mit dieser Expertise kann Materna auch auf den Fluren der Hochschule Harz um Absolventen werben.

Labor für Wirtschaftsförderung an der Hochschule Harz

Und dann gibt es noch das aus KAT-Mitteln finanzierte Labor für angewandte IT in der Wirtschaftsförderung (WiföLAB) an der Hochschule. Es hat mehr als 50 Partner aus dem kommunalen Umfeld. Mehrere Software-Unternehmen stellen hier ihre Lösungen zur Verfügung. „Hier erforschen wir Technologien und Methoden, und zwar gemeinsam mit Wirtschaftsförderern, Firmen und Wissenschaftlern und bieten erfolgreich Weiterbildungen an“, erklärt Prof. Jürgen Stember. Noch so eine Win-Win-Situation für Wissenschaft und Wirtschaft.


KATalysiert

 

KATalysiert: Das Labor für angewandte IT in der Wirtschaftsförderung (WiföLAB) an der Hochschule Harz wurde finanziert aus Mitteln des KAT-Kompetenzzentrums für Informations- und Kommunikationstechnologien und unternehmensnahe Dienstleistungen an der Hochschule Harz.