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Thema: Innovationsmanagement

01/04/17

Raus aus der Schublade: Master-Studierende verhelfen digitalen Innovationen zum Durchbruch

Koordiniert den Studiengang an der Hochschule Harz gemeinsam mit Prof. Andrea Heilmann: Prof. Thomas Leich.
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Erste Idee – Prototyp – marktfähiges Produkt – das sind riesige Schritte für ein Unternehmen, das sich neue Geschäftsfelder erschließen will. Erfolg verspricht der gezielte Einsatz von InnovationsmanagerInnen, wie sie seit 2014 an der Hochschule Harz ausgebildet werden. Die Master-Studierenden des „Technischen Innovationsmanagements“ haben speziell die Umsetzung digitaler Ideen im Visier.

Wenn sich Innovationen nicht durchsetzen

HistorikerInnen schätzen, dass rund zwei Drittel aller als Innovation gedachter Ideen kein Verkaufserfolg werden.* Die Geschichten hinter diesem quantitativen Befund erzählt Miriam Meckel jede Woche in ihrem Serendipity-Newsletter. Die eine Erklärung für das Scheitern – oder umgekehrt – den einen Erfolgsweg hat noch keiner gefunden: „Wir zeigen unseren Studierenden anhand von Fallstudien, dass es kein Allheilmittel gibt, dass ein Vorhaben auch scheitern kann, dass es manchmal auch scheitern muss, um daraus Kraft für neue Projekte oder Ideen zu gewinnen“, so Prof. Thomas Leich, der den Studiengang „Technisches Innovationsmanagement“ an der Hochschule Harz gemeinsam mit Prof. Andrea Heilmann koordiniert.

Investitionen und marktrelevante Patente

In der Umsetzung von Ideen liegt eine Crux für jeden Standort, der innovativ sein will. Dafür sprechen aktuelle Zahlen. Im neuen Bundesbericht für Forschung und Innovation steht, dass Deutschland mit rund 84 Mrd. Euro mehr als je zuvor in Forschung und Entwicklung investiert. Zugleich erhöhte sich die Zahl der angemeldeten marktrelevanten Patente in 2013 nur um wenige Prozent und war in den Jahren zuvor sogar rückläufig.

Prototyp und Serienreife

Dass es Prototypen nicht immer zur Serienreife oder zur Anwendungen schaffen, müssen auch Fachleute immer wieder erfahren. „Gerade kleinen Unternehmen fehlt nach einem aufwendigen Entwicklungsprozess nicht selten die Kraft, neue Produkte oder Anwendungen auch zur Marktreife, also an Kundinnen und Kunden zu bringen“, sagt Prof. Westermann, Prorektor für Forschung und Internationales an der Hochschule Harz.

Innovationsmanagement von Thale bis Japan

In solche Kapazitätslücken sind schon die ersten Studierenden des „Technisches Innovationsmanagements“ an der Hochschule Harz gesprungen. Der erste Jahrgang schreibt derzeit an seiner Masterarbeit und jeder fand ohne Probleme ein Partnerunternehmen. Deren Standorte reichen von Thale im Harz bis nach Japan. „In der Abschlussarbeit geht es darum, ein praktisches Problem zu bearbeiten“, erklärt Prof. Leich. Das zur Masterarbeit gehörende Seminar wird er nun virtuell durchführen müssen, da seine Studierenden – übrigens gut bezahlt – in ihren Unternehmen unterwegs sind.

Fachübergreifendes Wissen und Schwerpunkt IT

Im Gepäck haben sie Wissen zum Innovationsmanagement, Wissen aus der Betriebswirtschaft und technisches Knowhow mit dem Schwerpunkt IT. „Wir legen viel Wert auf die Anwendung des Wissens in unseren Laboren und individuelles Lernen. Bereits während des Studiums führt jeder gemeinsam mit einem Dozenten unserer Hochschule ein wissenschaftliches Projekt durch, in dem er eine Innovation vorantreibt“, erklärt Prof. Leich.

Wie kann es anders werden

„Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.“ Dieser Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg begrüßt Interessenten auf der Homepage des „Technischen Innovationsmanagements“. Und diese Einsicht scheinen auch die Partnerunternehmen der Master-Studierenden zu teilen. „Ein Unternehmen prüft generell, ein Innovationsmanagement einzuführen, ein anderes will wissen, wo es die Digitalisierung treffen könnte, ein drittes will ein schon entwickeltes Produkt voranbringen“, erklärt Prof. Leich die Diversität der Master-Projekte. Konkreter kann er nicht werden, denn die Unternehmen behalten ihren Innovationsvorsprung gegenüber der Konkurrenz lieber für sich.


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