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Wirtschaft trifft Wissenschaft

03/08/18

Innovative Unternehmen und Hochschulen im Dialog
Prof. Dr. Dirk Sackmann sprach u.a. über die neue Förderung "Innovative Hochschule".
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Rückblick von Dr. Matthias Zaha

Unter diesem Motto trafen sich am 1. März 2018 regionale Unternehmer mit Vertretern der IHK Halle-Dessau, der Handwerkskammer Halle und des KAT-Netzwerkes der Hochschulen Merseburg, Anhalt, Harz und Magdeburg-Stendal in der IHK Halle-Dessau.

Ziel der Veranstaltung war es, Kontakte zwischen Unternehmen und Hochschulen zu knüpfen bzw. zu intensivieren, Einblick in das umfangreiche Leistungsangebot der Hochschulen zu geben und Unternehmen anhand von Best Practice-Beispielen für Wissens- und Technologietransfer zu motivieren.

Herr Reitmann, als Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Dr. Kühling, Bereich Innovation und Umwelt der IHK Halle-Dessau und Herr Prof. Sackmann, Prorektor für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung der HS Merseburg, zeigten die Potenziale der Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen als Innovationsmotor für die regionale Wirtschaft und die Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt auf.


Im Austausch über neue Projekte: Wissenschaftler*innen und Unternehmer*innen.
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Bilder (3). Hochschule Merseburg.
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Die Hochschulen sind durch die neu eingeworbenen Fördermittel „Innovative Hochschule“ jetzt noch besser in der Lage, die Innovationskraft der regionalen Unternehmen, die oftmals über zu geringe Forschungs- und Entwicklungskapazitäten verfügen, durch Wissens- und Technologietransfer, Absolventenvermittlung und Weiterbildung von Fachkräften zu erhöhen. Das KAT-Netzwerk unterstützt Unternehmen beim Finden von Forschungspartnern und bei der Strukturierung von Projekten mit den Hochschulen.

In seiner Moderation ging Herr Kröner, Leiter Weiterbildung und Personaltransfer der Hochschule Merseburg, auf die mit der Einladung versendeten Fragebögen zu Bedarfen und Anregungen der Unternehmen zum Wissens- und Technologietransfer ein und regte an, weitere Kommentare in der Kaffeepause an der Pinnwand zu hinterlassen, um die Zusammenarbeit optimal gestalten zu können.

In vier Kurzvorträgen wurden unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit und die dabei gewonnenen Erfahrungen dargestellt. Herr Lohr, Kompetenzzentrum der Hochschule Harz, zeigte sowohl an kleinen als auch an umfangreichen Kooperationsprojekten die Herangehensweise und Möglichkeiten zur Nutzung von Fördermitteln durch die Unternehmen auf. Herr Prof. Goldau, Prorektor für Forschung, Entwicklung und Transfer der Hochschule Magdeburg-Stendal, stellte die Modell- und Lernfabrik 4.0 als Ideenschmiede für kleine Unternehmen vor. Herr Galster, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Kunststofflogistik GmbH&Co. KG Schkopau, berichtete gemeinsam mit Herrn Prof. Klimpel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Informationswissenschaften der Hochschule Merseburg, über ihr gemeinsames Logistik-Projekt. Herr Prof. Siemens, Hochschule Anhalt, erläuterte die Vorteile einer effizienten Energieverteilung aus dezentraler Erzeugung durch vernetzte Stromzählung.

Um mögliche personelle und finanzielle Hürden für Forschungskooperationen abzubauen, gaben Frau Knöfel, Investitionsbank Sachsen-Anhalt und Herr Rätz, Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“, einen kompakten Überblick über ihre zahlreichen Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote für die Unternehmen.

In zweiminütigen Vorträgen präsentierten die Aussteller und Studierenden der Hochschulen Merseburg, Anhalt, Magdeburg-Stendal und Harz sowie das Partnernetzwerk Wirtschaft 4.0 Sachsen-Anhalt, das Netzwerk „Wissenschaftliche Weiterbildung an den Hochschulen Harz, Anhalt und Merseburg“, die Transferstelle der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Designhaus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die in der Posterausstellung gezeigten Projekte.

Beim Imbiss in der begleitenden Ausstellung wurde „Hochschulen zum Anfassen“ praktiziert. Beispielsweise konnte eine Augmented Reality Brille der Hochschule Harz ausprobiert werden.

Die anregenden Diskussionen, in denen auch konkrete Projektideen entwickelt wurden, zeigten das große gegenseitige Interesse an der Zusammenarbeit.