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KAT Unterwegs

05/15/18

6. Wirtschaftskonferenz „Mit Energie in die Zukunft“ im Turbinenhaus Naumburg

In einem historischen Kraftwerk trafen sich am 9. April in Naumburg Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um über die Zukunft der Energie zu sprechen. Dabei war auch Dr. Matthias Zaha, KAT-Ansprechpartner der Hochschule Merseburg.

Mit welchen Erwartungen sind Sie zu der Veranstaltung gefahren?

Ziel der gemeinsamen Veranstaltung von Burgenlandkreis, Saalekreis, Stadt Merseburg, Merseburger Innovations- und Technologiezentrum mitz GmbH und Hochschule Merseburg war es, mit einer Vielzahl von regionalen Unternehmen Herausforderungen und Lösungen zur Energiewende zu diskutieren und Hintergrundinformationen zu zukünftigen Entwicklungen im Energiesektor, zur Sicherung einer stabilen Energieversorgung und zur sozialverträglichen schrittweisen Beendigung der Kohleverstromung zu vermitteln.

Das ist mit ca. 200 Teilnehmern aus Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft und Politik gelungen.


Der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann hielt den Impulsvortrag: „Industrieland Sachsen-Anhalt“
6. Wirtschaftskonferenz Naumburg Prof. Dr. Armin Willingmann
Mit Energie in die Zukunft - aber wie? Verschiedene Sichten auf dem Podium
6. Wirtschaftskonferenz Naumburg Podium

Was konnten Sie aus den Vorträgen mitnehmen – fachlich für Ihre Arbeit und persönlich?

Die Thematik Energiewende ist sehr komplex und hat viele Facetten. Im Impulsvortrag „Industrieland Sachsen-Anhalt“ des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann und den Grußworten der Landräte Burgenlandkreis und Saalekreis Götz Ulrich und Frank Bannert sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Naumburg Bernward Küper wurden die Auswirkungen der Energiewende für die Region deutlich. Von der Kohle sind tausende Arbeitsplätze direkt oder indirekt abhängig.

Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH und Dr. Armin Eichholz, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG mbH stellten aktuelle Aktivitäten und sozialverträgliche Zukunftsszenarien für den notwendigen Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier vor.

Ein simulierter Blackout machte den Ausfall der Elektroenergie für die Teilnehmer erlebbar. Im anschließenden Vortrag schilderte Dr. Adolf Schweer, Technischer Geschäftsführer MITNETZ STROM, die großen Anstrengungen seines Unternehmens zur Sicherung einer stabilen Energieversorgung.

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Bendix, Professor für Energietechnik an der Hochschule Merseburg, vermittelte in seinem Vortrag interessante Hintergrundinformationen zum Einsatz Regenerativer Energien.

Wie war die Atmosphäre, um mit anderen in Kontakt zu kommen?

Sowohl die Podiumsdiskussion als auch Gespräche am Ende der Veranstaltung zeigten das große Interesse an der Thematik. Diskutiert wurden u.a. Perspektiven für junge Leute im Mitteldeutschen Revier, die Entwicklung der Elektromobilität, die Zukunft des Chemiestandortes Leuna, die Zusammenarbeit der Hochschule Merseburg mit den Unternehmen und der Zusammenschluss der regionalen Akteure Bewältigung des Strukturwandels in der Mitteldeutschen Metropolregion.

Derartige Veranstaltungen sind sehr gut geeignet, in einer lockeren Atmosphäre Unternehmen über das Leistungsangebot des KAT zu informieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Hochschulen auszuloten.

Haben Sie etwas Besonderes oder Neues erlebt?

Das heute als kulturelles Zentrum genutzte Turbinenhaus war ein idealer Ort für die Veranstaltung. Es lieferte von 1907 bis 1926 Energie für die elektrische Straßenbahn Naumburgs, wie der damalige Oberbürgermeister der Stadt Naumburg Emil Kraatz, dargestellt von Jürgen Tänzer, berichtete.

Mit welcher Bilanz sind Sie zurückgefahren? Würden Sie einer Einladung wieder folgen?

Als KAT-Transferbeauftragter der Hochschule Merseburg konnte ich zahlreiche Kontakte mit regionalen Unternehmen auffrischen und einige neue Kontakte knüpfen. Zudem lieferte mir die Veranstaltung weiteres Hintergrundwissen, das ich auf der Suche nach Innovationspotenzialen in regionalen Unternehmen gut nutzen kann. Die im südlichen Sachsen-Anhalt regelmäßig zu zukunftweisenden Themen veranstalteten Wirtschaftskonferenzen halte ich als Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sehr geeignet.

Herr Dr. Zaha, vielen Dank!