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Thema Innovationspreise

07/10/18

SONOTEC: Auszeichnungen haben eine wichtige Wirkung nach innen

Über Innovationspreise berichten wir in nahezu jedem KAT-Newsletter. Und seit kurzem fragen wir auch die Preisträger*innen, wie sie ihre Auszeichnung selbst sehen. Dieses Mal nimmt Hans-Joachim Münch Stellung. Er ist einer der Geschäftsführer des Hallenser Unternehmens SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, das 2017 bereits zum zweiten Mal mit dem Hugo-Junkers-Preis ausgezeichnet wurde.

Hans-Joachim Münch (rechts) und Dr. Santer zur Horst-Meyer (links) gründeten 1991 die SONOTEC Ultraschallsensorik GmbH und feiern bis heute mit Innovationen Erfolge. Bild: SONOTEC Ultraschallsensorik GmbH.
Sonotec_Dr.Santer zur Horst Meyer und Hans-Joachim Muench(vlnr)
Herr Münch, Sie sind für das Mess- und Prüfsystem SONAPHONE für die Instandhaltung 4.0 ausgezeichnet worden. Wie kam es zu der Entwicklung dieses Produkts?

Das SONAPHONE geht eigentlich auf ein Gerät zur Suche von Lecks an Maschinen oder Anlagen zurück, das wir bereits seit den 90er Jahren vertrieben hatten. Die Technologie stammte ursprünglich aus den 70er Jahren und wir waren ehrlich gesagt kurz davor, diese Linie aufzugeben. Nun haben wir glücklicherweise kluge Köpfe im Unternehmen, die sich Gedanken zur Weiterentwicklung gemacht haben und es hing auch Herzblut von mir an dem Produkt, mit dem ich selber noch unter Anlagen gelegen und diese geprüft habe.

 Also ganz persönliche Interessen?

Nicht nur. Es gab zudem den wirtschaftlichen Faktor, dass unsere Mitbewerber in diesem Segment ihre Technologie auch noch nicht weiterentwickelt hatten und wir wollten gern von Platz 3 zum Marktführer werden. Damals setzte gerade der Hype um das Smartphone ein und in diese Richtung wollten wir auch das Prüfgerät weiterentwickeln. Und schließlich erfuhr ich von dem EU-Programm Horizon 2020, das perfekt zu unserem Vorhaben passte: die Umsetzung, Perfektionierung und Markteinführung einer Innovation für ein mittelständisches Unternehmen.

Und sind Sie jetzt Marktführer in dem Segment?

Ja, das haben wir geschafft. Wir konnten im Jahr 2017 die ersten Geräte verkaufen mit durchweg positivem Feedback. Deshalb haben wir uns auch für den Hugo-Junkers-Preis beworben. Und ihn nach 2013 schon zum zweiten Mal bekommen.

Wie bewerten Sie die Auszeichnung?

Da es ein regional angesiedelter Preis ist, spielt er für unser Marketing weniger eine Rolle, denn wir sind stark exportorientiert. Allerdings hat die Auszeichnung eine wichtige Wirkung nach innen – für die Kolleginnen und Kollegen.